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28.02.2014 - Automobil Revue Automobil Revue

S wird kürzer

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Unter der langen Motorhaube steckt das 4,7-L-Biturbo-Kraftwerk. Fotos: Werk
Unter der langen Motorhaube steckt das 4,7-L-Biturbo-Kraftwerk. Fotos: Werk

Luxus. Mercedes buchstabiert zurück, aber nur beim Namen. Am Genfer Salon steht das S-Klasse Coupé.



In die Fussstapfen des bisher CL benannten Luxuscoupés von Mercedes-Benz tritt in der zweiten Jahreshälfte 2014 das neue S-Klasse Coupé. Welt­premiere feiert es am Genfer Auto-Salon.

Eines der Highlights ist das Fahrwerk. Wie in der S-Klasse scannt eine Kamera die Strasse ab. Damit weiss das Fahrwerk, bevor Hindernisse wie Bodenwellen oder Schlaglöcher befahren werden, was zu tun ist. Es reagiert nicht mehr nur, sondern es agiert und macht Unebenheiten zumindest im Innern eben. Neu am Coupé-Fahrwerk ist, dass es sich zwischen 30 und 180 km/h bis maximal 2,5° (etwa 7 cm) in die Kurve legen kann. Mit Töff-ähnlichem Fahrverhalten will der Wagen nicht primär schneller um Kurven, sondern angenehmer und komfortabler.

Schnell kann das S Coupé aber zweifellos, denn unter der Haube des 500er steckt der 4,7-L-Biturbo-V8. Er lässt bis zu 700 Nm Motordrehmoment auf die Hinterräder – 18  bis 20 Zoll gross – los, und die Maximalleistung liegt bei 335 kW (455 PS).

Serienmässig leuchten LED-Scheinwerfer die Strasse aus, und auf Wunsch glitzern Swarovski-Kristalle als Tagfahrlicht und Blinker. Apropos Luxus, es gibt natürlich verschiedenste Ledersorten und Holzzierleisten sowie zwei Burmester-Musikanlagen, um das Interieur zu veredeln.

Für die charakteristische Coupéform mit langer Haube, nach hinten flach abfallendem Dach und knackigem Heck sind die Abmessungen gegenüber der Limousine in der Breite und Höhe etwas vermindert. Mit 502,5 cm ist das Coupé 9 cm weniger lang und baut 8,5 cm flacher (141 cm).

Das umfassende Angebot an Assistenten entspricht im Übrigen demjenigen der Limousine (Test AR 5/2014).

 

Simon Keusch