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    20.02.2013 - Automobil Revue
    Mercedes A 45 AMG

    Mit dem A 45 AMG bringt Mercedes erstmals ein Produkt der Affalterbacher Sportabteilung in die Kompaktklasse. An Superlativen mangelt es nicht.

    Noch bevor der erste CLA auf die Strasse rollt, zeigt Mercedes-Benz am Genfer Autosalon nun auch schon den Top-Sportler der Baureihe A: den in allen Belangen faszinierenden A 45 AMG. Das erste Kompaktklassefahrzeug der Sportabteilung von Mercedes setzt in Bezug auf Motor- und Fahrleistungen neue Massstäbe und soll deshalb auch neue Kundenkreise und zusätzliche Märkte erschliessen helfen. Die Zahl 45 in der Modellbezeichnung weist auf das (mittlerweile gut) 45-jährige Bestehen der in Affalterbach angesiedelten AMG hin.

    REKORDLEISTUNG Wie der A 45 AMG technisch aufgerüstet worden ist, versetzt Liebhaber sportlicher Fahrzeuge in grösste Verzückung. Erstes Thema ist natürlich der Motor. Dem langhubigen 2-L-Benzin-Turboaggregat entlockt AMG bei 6000/min 265 kW (360 PS) als Maximalleistung respektive ein Höchstdrehmoment von 450 Nm bei 2250 bis 5000/min. Die spezifische Leistung von 133 kW/L (181 PS/L) ist für einen Grossserien-Vierzylindermotor bisher unerreicht.Das führt selbstverständlich auch zu herausragenden Fahrleistungen: 100 km/h erreicht der kompakte Renner 4,6 s nach dem Start, und die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Im EU-Fahrzyklus verbraucht das Auto 6,9 L/100 km, was einem CO2-Ausstoss von 161 g/km gleichkommt.Entsprechend wohlklingend sind die technischen Massnahmen: Die strahlgeführte Benzindirekteinspritzung arbeitet mit Piezo-Injektoren, die Einspritzdrücke von bis zu 140 bar und mehrere Teileinspritzungen ermöglichen. Eine sichere Verbrennung und damit ein guter thermischer Wirkungsgrad sowie niedrige Schadstoff-emissionen werden durch die Mehrfachfunkenzündung garantiert.Die für eine derart hohe Spitzenleistung nötige Zylinderfüllung wird durch einen Twinscroll-Turbolader gewährleistet, der bis zu 1,8 bar Ladedruck aufbereitet und so die Schmiedekolben und den Kurbeltrieb hart beansprucht. Ein Ladeluftkühler sowie ein aufwendiges Motorkühlsystem halten den Wärmehaushalt unter Kontrolle. Eine Sportauspuffleitung mit grossem Rohrquerschnitt und gesteuerter Klappe sorgt für gute Leistungsentfaltung und adäquaten Sound. Wie die 8- und 12-Zylinder-Triebwerke des Hauses AMG entsteht auch der neue Vierzylinder in traditioneller Handarbeit im Werk Affalterbach.

    ALLRADANTRIEB Weil sich eine derartig hohe Motorleistung allein über zwei Vorderräder nicht befriedigend auf die Strasse übertragen lässt, besitzt der A 45 AMG ein Allradantriebssystem. Via modifiziertes 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe Speedshift DCT – mit drei Fahrprogrammen sowie Zwischengas- und Race-Start-Funktion – und Verteilergetriebe PTU (Power Take-off Unit) gelangt die Motorkraft auf Vorder- und Hinterräder. Der Antriebsanteil der Hinterräder ist grip- beziehungsweise schlupfabhängig und wird durch eine mit dem Hinterachsdifferenzial verblockte Lamellenkupplung gesteuert. Bei optimalen Fahrbahnbedingungen und Geradeausfahrt dienen nur die Vorderräder dem Vortrieb.Das ESP ist dreistufig; speziell ist der sogenannte Kurvendynamikassistent, der bei zügiger Kurvenfahrt mit nicht spürbarem Bremseingriff an einem kurveninneren Rad für ein Giermoment sorgt, das das Einlenken des Fahrzeugs unterstützt.Die Dreilenker-Vorderradaufhängung wie auch die Vierlenker-Hinterachse sind gegenüber den Basisversionen der A-Klasse wesentlich sportlicher abgestimmt; ebenfalls in Richtung Sportlichkeit optimiert arbeitet die elektromechanische Servolenkung. Der «kleine AMG» rollt auf Reifen der Dimension 235/40 R 18 oder 235/35 R 19. Die ersten Autos werden im Juni ausgeliefert; Preise gibt es jedoch noch nicht.Werk - STEPHAN HAURI

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