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14.03.2014 - Automobil Revue Automobil Revue

Maserati: der Name des Bruders

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Bestechend schön und wohl auch schon seriennah: Concept Car Maserati Alfieri.  Fotos: Patrick Corminbœuf
Bestechend schön und wohl auch schon seriennah: Concept Car Maserati Alfieri. Fotos: Patrick Corminbœuf

Formensprache Die Maserati-Designstudie Alfieri zeigt zum 100. Geburtstag des Sportwagenbauers aus Modena neue formale Ausdrucksmöglichkeiten auf.



Alfieri hiess der prominenteste der fünf Maserati-Brüder, und ebenso heisst auch die Studie, die zum 100. Geburtstag des Hauses im Centro Stile entstand. Der 2+2-sitzige Concept Car soll aufzeigen, wie Maserati-Sportwagen der Zukunft aussehen könnten.

Mit der Neuinterpretation des Alfieri wollten die italienischen Designer an den von Pininfarina entworfenen wunderschönen Zweisitzer A6 GCS des Jahrgangs 1953 erinnern. A stand in jenem Modellnamen für Alfieri, 6 bezifferte die Zylinderzahl. Typische Designmerkmale des A6 GCS waren die extrem lange Motorhaube, die bis zu den Hinterrädern gezogenen vorderen Kotflügel und die nach hinten ausgestellten A-Säulen.

Dezente Eleganz Das neue Modell gibt sich schnörkellos und wirkt deshalb aerodynamisch perfekt ausgefeilt. Es enthält viele charakteristische Maserati-Elemente, die ihm neben der Sportlichkeit auch einen luxuriösen Anstrich geben. Speziell ist die Liquid-Metal-Effektlackierung Steel Flair, die dem Fahrzeug wie eine metallische Haut übergezogen wurde. Die geschmiedeten Aluminiumräder wurden speziell für den Alfieri hergestellt. Sie besitzen Durchmesser von 20 Zoll vorne und 21 Zoll hinten. Integrierte Speichen zitieren die klassischen Räder der 50er-Jahre-Sportwagen.

Eher schlicht wirkt die Salon-Überraschung im Innenraum. Im Zentrum des in Weiss und Blau gehaltenen Cockpits stehen das skulpturale Dreispeichenlenkrad, das Kombiinstrument mit spezieller Lupendarstellung sowie der TFT-Infotainment-Bildschirm.

Bekannter V8-Antrieb Technisch basiert der Alfieri auf dem Gran Turismo MC Stradale. Sein Radstand ist jedoch deutlich kürzer; er beträgt nur 2,70 statt 2,94 m. Das Auto misst 4,59 m in der Länge, ist 1,93 m breit und 1,28 m hoch.

Zuvorderst im Antriebsstrang sitzt der bekannte 4,7-L-V8-Saugmotor, der einige Kilometer weiter südlich in Maranello gefertigt wird und der bei 7000/min seine Maximalleistung von 338 kW (460 PS) abgibt. Bis zu 520 Nm werden dann via schnelle Welle und sechsstufiges Trans­axle-Getriebe auf die Hinterräder geleitet. Die statische Gewichtsverteilung auf Vorder- und Hinterachse liegt bei 47:53 %, und – schon fast eine Selbstverständlichkeit – die Karbon-Keramik-Bremsanlage stammt vom norditalienischen Spezialisten Brembo.

Über konkrete Pläne betreffend Weiterentwicklung des Concept Cars zum Serienauto will man sich bei Maserati noch nicht festlegen. Vorher wird auf alle Fälle noch der SUV Levante als Serienauto auf die Strasse zu rollen kommen. (Stephan Hauri)