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10.03.2013 - Automobil Revue Jetzt das Cabriolet vom Stingray
21 sekunden! Es dauert noch bis in den Spätherbst, bis die neue Corvette kommt. In Genf steht schon mal das Cabriolet.
Vor zwei Monaten war das Coupé der siebten Generation der Corvette in Detroit der Star der Ausstellung (vgl. AR 3/2013). In Genf reicht Chevrolet das neue Cabriolet der Sportwagen-Ikone nach. Wie bereits bei früheren Modellen unterscheiden sich Coupé und Cabriolet kaum in ihrer technischen Konzeption. Während das Coupé wiederum durch manuelles Entfernen des Hardtops zum offenen Targa wird, genügt beim Cabriolet ein Tastendruck zur Wandlung, wobei das dreilagige Stoffverdeck in nur gerade 21 Sekunden geöffnet oder geschlossen ist. Die Elektronik lässt den Vorgang bis zu einem Tempo von 50 km/h zu. Dank Heckfenster aus Glas und schallisolierenden Massnahmen verspricht Chevrolet ein niedriges Geräuschniveau.
Optisch lehnt sich das Cabriolet mehr seinem Vorgänger an als das Coupé. Während beim geschlossenen Modell die grosse Glaskuppel der Heckklappe durch eine herkömmliche, kleine Klappe gewechselt wurde, bleibt der lange, flache Heckabschluss beim Cabriolet unverändert bestehen. Und sieht je nach Blickwinkel seinem Vorgänger sehr ähnlich.
LEISTUNG PUR
Bevor wir zur Fahrzeugstruktur kommen, wenden wir uns dem Herzen der Corvette zu. Ein neu entwickelter 6,2-L-V8 mit der Bezeichnung LT1 steckt unter der langen Motorhaube. Direkteinspritzung, Zylinderabschaltung und variable Ventilsteuerung sind die wichtigsten konstruktiven Neuerungen, die den Wagen einerseits sauschnell und anderseits sparsam machen sollen. Der «Small-Block»-V8 hat eine vorläufige Motorleistung von 331 kW (450 PS) und ein maximales Drehmoment von 610 Nm zwischen 1000 und 4000/min. Damit liegt der Motor auf dem Leistungsniveau des 7,0-L-LS7, der in der aktuellen Corvette Z06 seinen Dienst tut. Konkret soll die Corvette C7 damit in weniger als 4,0 s auf 60 Meilen (97 km/h) beschleunigen.
Gebaut wird die Corvette mit einer 6-Stufen-Automatik oder einer 7-Gang-Schaltung. Nach Europa kommt der Wagen ausschliesslich mit Handschaltung.
STEIF UND AGIL
Die gesamte Chassis- und Karosseriekonstruktion ist neu. Die Alu-Rahmenstruktur (statt Stahl) ist um 57 % steifer und wiegt zugleich um 45 kg weniger. Die Karosserieteile aus Karbon (Motorhaube, Targadach) und Glasfaser-Kunststoff (Kotflügel, Türen, hintere Seitenteile) verringern das Gewicht um weitere 17 kg. Dank der hohen Rahmensteifigkeit sind fürs Cabriolet keine zusätzlichen Verstärkungsmassnahmen nötig.
Auch die Fahrwerkselemente sind leichter und steifer, das grundsätzliche Fahrwerkslayout wurde vom Vorgänger übernommen. Eine neue Generation kommt bei der aktiven Dämpferregelung und bei der Fahrdynamikregelung zum Einsatz. Über die fünf Modi Tour, Eco, Weather, Sport und Track werden bis zu 12 Parameter umgestellt, darunter die Zylinderabschaltung (nur Eco), die Lauchcontrol (Sport und Track) oder die Differenzialbremse des optionalen Sportpakets Z51. Mehr zur neuen Corvette erfahren Sie in einer der kommenden Ausgaben, unter anderem mit einem Interview zum Design der Sportwagen-Ikone.MArtin Schatzmann

