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10.02.2010 - Automobil Revue
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Lampo2

Tessiner Quadratblitz2. Auflage Mit dem Elektro-Roadster Lampo2 will Protoscar Lust auf CO2-freies Autofahren machen.

Nein, mit der italienischen Supersportwagenschmiede, deren abgekürzter Name zum Verwechseln ähnlich klingt, hat der Lampo nichts zu tun. Die Modellbezeichnung ist zwar auch italienisch, stammt jedoch aus dem Tessin und bedeutet Blitz. Mit diesem Wort sind denn auch gleich die zwei wesentlichen Eigenschaften des gelben Sportwagens angedeutet: Er wird elektromotorisch angetrieben, und er ist blitzschnell.

Zwei Motoren und 4×4 Zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 300 kW und einem akkumulierten Drehmoment von 640 Nm sorgen im allradgetriebenen Elektro-Roadster Lampo2 für furioses Beschleunigungsvermögen. Nur rund 5 s sollen genügen, um aus dem Stand Tempo 100 km/h zu erreichen, als Spitzengeschwindigkeit nennt der Tessiner Hersteller 200 km/h. Ausserdem soll die Reichweite von 200 km gewährleisten, dass der Zweiplätzer mehr als nur ein schickes Stadtmobil ist.

Marco Piffaretti, der Managing Director der im Tessiner Dörfchen Rovio angesiedelten Protoscar SA, zeigt in Genf den Lampo2, die zweite, technisch optimierte Auflage der vor Jahresfrist vorgestellten Sportwagenstudie. Der Sinn dieses spektakulären Ausstellungsobjektes sei es, gibt Piffaretti an, «Entscheidungsträger den Elektroantrieb buchstäblich erfahren zu lassen und zu zeigen, dass Elektromobile die ultimative Lösung für alle Autos darstellen können – und nicht nur für Stadtfahrzeuge».

Verbundmaterial Die extravagante Roadster-Karosserie mit den auffälligen Hinterradabdeckungen wurde im Laufe des vergangenen Sommers vom Tessiner Protoscar-Designteam entworfen und danach in Turin aus Verbundwerkstoff gefertigt. Der Zusammenbau erfolgte schliesslich wieder in der Schweiz: in Riva San Vitale bei der Firma Metaltool.

Im Lampo2 kommen wieder ausschliesslich Komponenten schweizerischer Spezialunternehmen zum Einsatz. So stammen die an Vorder- und Hinterachse eingebauten Hybrid-Synchronmotoren, das Getriebe, die Leistungselektronik, die zwei Lithium-Ionen-Akkus sowie die Batterieladegeräte von der Brusa Elektronik AG aus Sennwald.

Jedes dieser zwei 400-Volt-Batteriepakete besteht aus 108 Zellen, hat eine Kapazität von 16 kWh und bringt 140 kg auf die Waage. Für eine Vollladung an der Haushaltsteckdose werden rund 12 Stunden benötigt. Ausserdem ist die Möglichkeit vorhanden, die Stromspeicher per Gleichstrom-Schnellladung aufzufüllen. Auf diese Weise kann in zehn Minuten elektrische Energie für weitere 100 km nachgetankt werden.

Die Länge des auf dem Opel GT basierenden Roadsters beträgt 428 cm, der Radstand 241 cm. Im Leerzustand bringt das auf Reifen der Dimension 245/45 R 18 rollende Auto 1580 kg auf die Waage. Gemäss Piffaretti haben bereits mehrere Gruppen Interesse an der Fertigung einer Kleinserie bekundet.

 

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