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08.03.2013 - Blick Online Die Zukunft steht in Genf
In Genf stehen die Autos von morgen. Ob die Träume in Stahl, Kohlefaser, Aluminium und Kunststoff Wirklichkeit werden, steht allerdings in den Sternen.
Die Zukunftsmusik hat in diesem Jahr auch vor einem edlen Briten nicht Halt gemacht. Der auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon stehende Aston Martin Rapide von Karosserie-Spezialist Bertone in eine eher ungewöhnliche Form gepresst. Der 2+2-Sitzer trägt den Namen Jet 2+2 Concept und wurde als Einzelstück für einen Aston Martin-Sammler gefertigt. Angetrieben wird der Sportkombi von einem 476 PS starken V12-Motor. In unmittelbarer Nähe präsentiert Pininfarina die Sportwagenstudie Sergio. Der rote Zweisitzer verfügt weder über Seitenscheiben noch über eine Windschutzscheibe und soll dem im Juli letzten Jahres verstorbenen Designer Sergio Pininfarina ein Denkmal setzen.
Sportlich geht es auch bei Honda zu. Der NSX Concept (4,33 m x 1,90 m x 1,16 m) sieht nicht nur nach einem Sportwagen aus, er dürfte sich auch so fahren. Die Kraft des V6-Mittelmotors und dreier Elektromotoren wird über alle vier, bis zu 27,5 Zentimeter breite und 20 Zoll grosse Räder auf die Strasse gebracht. Alltäglicher und familientauglicher kommt im Vergleich dazu der Honda Civic Tourer Concept daher. Das Konzeptfahrzeug ist nach 13 Jahren das erste Kombimodell in der Kompaktklasse von Honda und könnte mit dem neuen 1.6 i-DTEC-Motor ausgestattet werden. So würde er nur knapp 3,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen.
Auf dem Nissan-Stand ist das SUV-Konzept Resonance zu bestaunen. Mit Hybridmotor, Allradantrieb und einer weiterentwickelten, stufenlosen Automatik wird er als Nachfahre des aktuellen Murano gehandelt. Das Concept Car gibt sich selbstsicher: 22-Zoll Alufelgen, fliessende Linien und klare Kanten. Die Türgriffe wurden auf kleine Griffmulden reduziert, anstelle von Aussenspiegeln gibts Kameras.
Aus dem Hause Toyota ist ein Dreirad mit Neigetechnik in die Messehallen am Genfer See gerollt. i-Road ist 2,35 Meter lang und nur 85 Zentimeter breit und bietet zwei Personen Platz. Der Wendekreis des futuristischen Mobils beträgt lediglich drei Meter. Mit einer vollgeladenen Lithium-Ionen-Batterie sollen bis zu 50 Kilometer zu schaffen sein. Mit 300 Kilometern Reichweite gleich sechsmal so weit fährt der Mitsubishi CA-MiEV. Der Elektrokleinwagen ist das Nachfolgemodell des i-MiEV.
Mehr als Spassmobil denn als Familienfahrzeug gedacht ist der Opel Adam Rocks. Der höher gelegte und dank diverser Anbauteile zumindest Offroad-ähnliche Kleinwagen will mit seinem abrollbaren Stoffdach zudem Cabriofans für sich gewinnen. Das Stoffdach kann bis zur C-Säule zurückgefahren werden und erinnert dadurch stark an einen Fiat 500C oder ein Citroen DS3 Cabrio. Sollte das Auto mit offenem Verdeck geparkt sein und der Fahrer sich nicht in der Nähe befinden, schliesst sich das Verdeck bei einsetzendem Regen von selbst. Dies bewerkstelligt eine internetgestützte Wetter-App.
Südkorea beschert uns mit dem Ssangyong SIV-1 einen Mittelklasse-Crossover (4,5 m x 1,88 m x 1,64 m), der wahlweise von einem 1,6 Liter Diesel- oder Benzinmotor angetrieben wird. Der Benziner leistet 205 PS un 280 Nm, der Selbstzünder 150 PS sowie beachtliche 360 Nm. Eine auf der Nanoröhren-Technologie basierende Heizschicht sorgt beim SIV-1 schneller für eis- und beschlagfreie Glasflächen.
Der Tata Concept S (3,80 m x 1,70 m x 1,55 m) hat eine ähnlich weite Anreise hinter sich. Der sehr unspektakuläre kleine Fünftürer wird von einem 1,3 Liter-Motor mit 70 kW / 95 PS und 200 Nm angetrieben und wird damit erstaunliche 160 Km/h schnell.
Mit 3,60 Metern fast genauso lang wie der Tata ist der Rinspeed microMax. Der für den Nahverkehr gedachte elektrische Mini-Bus bietet Platz für insgesamt vier Personen. Dank der Fahrzeughöhe von 2,20 Metern können die Passagiere auf Stehsitzen Platz nehmen, was wiederum Platz spart. Neben einem Kühlschrank und einem 19-Zoll grossen Touchscreen befindet sich noch eine Kaffeemaschine an Bord der Studie. Zu der rein elektrisch fahrenden Studie sollen in Zukunft zudem eine Radnabenmotor-Variante sowie eine Version mit einem zentral verbauten Antrieb erhältlich sein.

